Amoklauf und Journalismus

 Eine Medienkritik von Sebastian Martin

Es ist wieder passiert. Wieder hat ein ehemaliger Schüler an einer deutschen Schule ein Blutbad angerichtet. Die Motive und Beweggründe des Amokläufers von Winnenden sind dieselben, die schon bei den Vorfällen in Erfurt und Emsdetten zu Tage kamen. Der Täter war depressiv, fühlte sich vereinsamt und forderte mehr Aufmerksamkeit für seine Person. Er war Einzelgänger- so wie viele es sind, die trotzdem nicht zu Gewalt neigen und schon gar nicht zum Amoklauf. Die meisten lernen, damit umzugehen und akzeptieren, dass sie mit ihren Defiziten leben müssen- andere resignieren und denken an Suizid, daran, dem eignen Leben ein Ende zu setzen, ohne dass den Mitmenschen physisches Leid zugefügt würde. Sie gehen im Stillen. Continue reading