Elternzeit, Baby! (Tag 48)

Zurück aus Straßburg. Schöne Zeit bei grand-mère et grand-père und mit Sophie, Thomas und ihren Mädchen aus Marseille. Zwei Tage in frischer Nebelsonne in den Vogesen. Auf dem Mont St. Odile mit Ausblick über das Rheintal und den Schwarzwald. Maxime verträgt aber keine Reisen mehr. Ob Auto oder Zug, das passt ihm alles nicht. Er ist also wieder krank geworden und hat uns alle gleich mit angesteckt. Die letzten Tage mit leichter Grippe rumgeschleppt.

Gestern war Maximes erster Tag in der Kita und der erste Tag von Uli Hoeneß vor Gericht. Maxime hatte garantiert maximal mehr Spaß. Viel Vertrauen in die Erzieherin, wir sind zufrieden. Im Briefkasten nach der Rückkehr: eine Vorladung zum Verhör wegen der Schießerei vor der Quelle. Am Freitagmorgen geht es zur Zeugenaussage zum Oberhauptkommissar in die Polizeidirektion 5 am Columbiadamm. Ich weiß nicht, ob der Typ in den Knast muss. Ich hege eine tiefe Abneigung gegen Gefängnisse. Andererseits müssen Gangster, die besoffen in meiner Nachbarschaft rumballern, weg von der Straße. Zumindest bis sie wieder klarkommen. Wer geht denn bitte mit dem Revolver in die Kneipe? Einsamkeit heißt das Drama. Resozialisierung heißt die Devise. Via Matthias Dell im Freitag dieses Interview zum Thema Strafvollzug und Resozialisierung auf ZEIT online gelesen. Groß. Unterschrieben.

Heute mit C. und Maxime nach langer Babysiesta vor dem GriGri am Kanal in der Sonne gesessen. Eine kleine, glückliche Familie. Der Frühling ist da, der Sommer wartet gleich dahinter. You see, happiness is not a warm gun.

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