Elternzeit, Baby! (Tag 3)

Maxime ist heute Morgen mit Fieber aufgewacht. Ich war zuvor schon am Frohlocken, von wegen, yea, der Jung’ schläft heute mal so richtig aus. Dabei war der nur platt von einer nächtlichen Grippeattacke. Und mittags dann mit 40° so langsam am Einköcheln. Also sind wir per Tragetuch zum Kinderarzt gehoppelt.

Der Herr Doktor trat geschwind ins Cabinet und war recht freindlich und offensichtlich Kettenraucher. Das sieht und hört man an Haut und Stimme. Ich bin ja wirklich der Allerletzte, der beim Thema Raucherei mit Moral zündeln sollte. Aber bei Ärzten finde ich das schon krass, wenn die so heftig quarzen. Feuerwehrmänner jonglieren ja zwischen ihren Einsätzen auch nicht mit Wunderkerzen über großen Benzinpfützen, non?

Jetzt muss ich in die Badewanne, der Rücken schmerzt vom vielen Krankes-Quengelndes-Maximechen-Rumtragen. Ich habe mir in Vorbereitung schon ein Brooklyn Lager eingeflößt, damit das mit Entspannung tatsächlich wie geölt funktioniert. Dann neues Buch starten, denn: gestern „Plüschgewitter“ von Wolfgang Herrndorf ausgelesen. Klasse Buch. Die best young-protagonist-lost-in-Berlin-novel so far. Auch weil der Protagonist eben zur Abwechslung nicht so hyperintelligent/narzisstisch etc. ist. Wie so viele andere.

Maximes fast neue Errungenschaft: Er kann röhren wie das Monster aus seinem englischen Monsterbuch („This is my monster“). Gestern haben wir im Hausgang unseren türkischen Nachbarn getroffen, einen älteren, kinderlieben Herr, der meinem Sohnemann herzhaft in die Backe kniff: „Na?!“ Und Maxime so: „Roar!“

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