Elternzeit, Baby! (Tag 29)

Zurück in B. Tödlich lange Zugfahrt überstanden dank konsequentem Zwieback-Einsatz. Maxime wird am Freitag 1. Kaum zu glauben, die Zeit und ihr Hasten. He’s a big boy now. Well, almost. Gestern haben wir den Vertrag mit dem Kinderladen unterschrieben. Alles unter Dach und Fach: Ab 10. März geht’s in die Kita, baby!

Sabrina kommt zum Babysitten, Kennedy mit C., Verena und Marc zum Future Islands Gig im C-Club. Endlich die Jungs mal gesehen. C. und ich wollten schon vor Jahren zum Konzert, damals im Schokoladen. Wir waren spät dran, der Laden bereits gerammelt voll, kein Reinkommen mehr. Der  C-Club ist heute Abend auch complet, es spielen noch zwei Vorbands. Ein Franzose, der mit Hall und Gitarre irgendwas ins Mikro säuselt, dann eine unausgereifte Berliner Rockband, die ihre Erzeugnisse aus dem Proberaum schlecht abgemischt über die Boxen scheuchen. Einzig der Bassist gefällt mir, der macht keine Gefangenen.

Future Islands aus Baltimore bringen Ende März  ihr drittes Album „Singles“ raus und spielen auf der Februar-Tour zum ersten Mal vor 1000 Leuten. Wahnsinnskonzert. Frontmann Samuel T. Herring in seinen engen Jeans, T-Shirt reingestopft: eine 90er Jahre Sexbombe. Der Sound stimmt jetzt, Herring tobt mit seiner Röhrstimme und kniet sich rein. Er starrt ins Publikum, singt uns direkt an, will was rüberbringen. Es gelingt. Ein USA-Indie-Rock-Superhero.

Bescheiden im Kontrast dazu stehen links von ihm Gerrit Welmers (Keys, Organ, Synth.), rechts Bassist William Cashion, hinten dran sitzt live drummer Denny Bowen. Eine Klasseband, ein extrem cooler Auftritt. Cashion am Bass: groß. Er knattert uns die Achtziger 32stel in den Bauch, ist bei allen Stücken das Rückrad. So steht er auf der Bühne: ruhig, gelassen. Bläst unpretentiously das Megabrett raus. Der beste Bassist, den ich derzeit kenne. Und schon jetzt wohl das beste Konzert 2014, ich weiß nicht, wer das noch toppen soll. Mal schauen was das Maifeld Derby bringt. Aber das spielen Future Islands ja auch. Something to look forward to.
FuFuture Islands im C-Club

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