Elternzeit, Baby! (Tag 14)

Kurz vor 6 aufgewacht und bis nachmittags nicht klar gekommen. Maxime hatte gestern Nacht [hier beliebiges Babyaua einfüllen], also wenig geschlafen. Enormes Schlafdefizit in der ganzen Familie / deren Mitgliederinnen und Mitglieder entsprechend gelaunt. Einziger Silberstreif: Ich muss an diesem tumben Montag nicht zur Arbeit.

Baby und ich frühstücken gerade, als Susie anruft und jubelt, dass Fegefeuer fürs Theatertreffen ausgewählt wurde. Ich freue mich, kann aber nur irgendwas Halbgares samt Glückwünschen aus meinem Müsli blubbern. Begreife das auch noch nicht so ganz, da im Nebel.

Headhunterin wollte mich um 14 Uhr anrufen, tut sie aber nicht. Ich klingele also bei der Agentur an, der Chef geht ran und sagt, die hat den Termin verschwitzt. Macht nix. Finde es eigentlich nett, dass so Personalern das auch mal passiert. Xing sagt, ihr Job vor der Consulting-Agentur: „Abenddienstleistung im Lovelite“.

Später im Zahnarzt-Wartezimmer höre ich übers Zahnarztassistentinnen-Radio einen Song von Get Well Soon. Rückblende Sommernachmittag auf meinem WG-Balkon in Mannheim vor sieben Jahren: Kopfhörer mit GWS-Debütalbum auf dem Ohr, Bandinfo für Konstantin geschrieben.

Die Prophylaxenlady erzählt mir 60 Minuten lang von ihrer Arbeit und ihrer Tochter. Fast wie ein Hörspiel, ich kann ja nicht antworten mit all dem Werkzeug im Mund. Der Prophylaxenlady Vorteil: Sie kommt nach so einem ganztägigen Soliloquy-Werktag hochreflektiert nach Hause. Davon profitiert auch ihre Tochter, das wird deutlich.

Auf dem Rückweg Herrndorf in der M29. Abends Sichelmond wie aus dem Bilderbuch.

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