Elternzeit, Baby! (Tag 11)

Langer Spaziergang mit Maxime am Kanal entlang. Es ist nicht mehr so kalt und windstill, ein schöner Tag. Auf dem Rückweg sehe ich am gegenüberliegenden Ufer einen Jungen aufs Eis steigen. Der Kanal ist nicht komplett zugefroren, Einbruchgefahr. Verschiedene Menschen radeln, spazieren und joggen an der Szene vorbei. Keiner von den Vollpfosten kommt dabei auf die Idee, den Schüler vom Eis zu scheuchen. Was sind das für Menschen? Ich belle also aus gut 50 Metern über den Kanal: „He! Runter vom Eis, das ist gefährlich!“  und mache eine typische Bademeistergeste mit ausgestrecktem Arm schräg vom Köper weg nach oben, Zeigefinger gespitzt. Der Junge flüchtet vom Eis zu seinem Kumpel  auf eine Parkbank. Sie schauen mich an, warten darauf, dass ich endlich weitergehe. Was ich dann auch mit ungutem Gefühl tue — aber nicht ohne noch ein paar Minuten mit grimmiger Choleriker-Nachbar-am-Gartenzaun-Fratze rüber zu starren. Maxime muss nach Hause, Mittagessen.

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