Schreiben als Skelett

Neues Jahr und schon bestens gefastet. Gezwungenermaßen, versteht sich, der kleine Hase kam mit dem Noro-Virus kurz vor Abfahrt zu den Großeltern angehoppelt und hat die gesamte Familie beiderseitig dann auch konsequenterweise damit flachgelegt. Ich sitze hier also nun wieder in Berlin nach der erfolgreich abgewerkelten Rentrée auf dem Bett und schreibe als Skelett. Nicht nur das Magen-Darm-Virus führte zum Verlust zahlreicher Pfunde; schon zuvor hatte ich eine dreimonatige Alkoholpause eingelegt und dadurch übelst abgenommen. Meine Schwester Susanne sagt allerdings, dieses Magere stehe mir. Und sie muss es ja wissen als alter Theaterhase (wobei „alt“ hier ja nicht ganz zutrifft, sie wird ja weithin weiterhin als „die junge Regisseurin“ beschrieben.) Wie das so war ohne Alkohol, fragt sich das zu dieser Uhrzeit wohl schon selbst ordentlich angetüdelte und deshalb leicht geneigte Leserlein (man beachte trotz Suff (deinem nicht meinem) die elegante Genderumschiffung!)? Nun, relativ uspektakulär. Haut besser. Fintness vor allem am Wochenede beachtenswert. Achtsamkeit insgesamt gesteigert. Und: Ich habe das trinken nicht vermisst, Experiment geglückt. Besten Dank an dieser Stelle auch noch an die Damen und Herren Geliebte und Freunde, die das mit großer Gelassenheit begrüßt haben, ohne sich dabei aus der ureigenen Gemütlichkeit bringen zu lassen. You are stars. Und von wegen Stars und Theater und so: Liebe Schwester, was wirst du wohl mit dem Hasen hier mal anfangen?
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