Post-Grunge-Wahrheiten

Zwei Jahre und vier Monate später. Mit Marc und Timon im Internet Explorer. Der ist über einem Automechaniker neben dem gigantisch fehlplatzierten Hotel Estrel in no man’s land Neukölln. Ein Sommerabend, an dem es nicht dunkel wird. Der Laden ist erstmal ziemlich leer, angenehm. Wir freuen uns über das Wiedertreffen, es war ne Weile, das Eine oder Andere wurde zwischenzeitlich erlebt, there are new scars to show. Das Bier fließt flüssig, Villages aus Dresden machen den Auftakt, drei Jungs mit singendem Schlagzeuger. Schöner Post Punk, guter gig, warm applause. Mary Jane schaut vorbei, es wird umgebaut, Apostrophe aus Berlin spielt. Jacob am Bass.

Apostrophe wirft mich zurück, Euphorie explodiert, ich sehe Timon headbangen als wäre es 1999. Grungig punkig, the real shit, um den manche früher ihre Existenzen herumgebaut haben. Klasse Band, thank you very much. Es wird wieder umgebaut, wir helfen, indem wir weiter trinken. Den letzten Gig spielt The Acharis aus Oakland und wir erleben ein bisschen Freiheit. Post-Grunge/ Post-Punk, eine singende, sexy Bassistin, ein singender, sexy Gitarrist, eine Freundin hilft bei den backing vocals, und ich will am liebsten nach Oakland, California segeln und schauen, ob es dort noch mehr von dieser Musik und diesen Menschen gibt, beschränke mich aber aufs Tanzen und glücklich sein. Zwischendurch der Gedanke und das Gespräch, wie wunderbar Kunst sein kann und wie viel Wahrheit hier heute Abend verkündet wurde. Ja, da sind wir schon ein wenig dicht und blau. Das Update aus der USA-Underground-Szene (alive and kicking like hell) will man aber auch nicht stocknüchtern konsumieren. 

Mit dem Fahrrad über leere Berliner Alleen und Straßen so schnell es geht, das fühlt sich gut an.

One of those weird dreams

I had one of those weird dreams last night. One of those strange dreams you only dream when you are not at home. When you’re asleep in your old bed in your old home at your parents’ place where the past is always present.

I was in Berlin, sitting on a hill overlooking the east of the city. I met an old friend of mine there that I haven’t seen for ages. In my dream he was very lost. Lost like someone that has taken too many drugs and experienced too many bad things and can’t adapt to „normal“ life anymore.

We spent some time in his run-down flat lying on his bed smoking cigarettes, talking. We were very young.

Later, he showed me around the house, an occupied 1980s Kreuzberg building. Artists were working in dark studios. There were workbenches all over the place.

It was good to see him again.